Neuer Mietspiegel für Hennigsdorf

Die Zahlen des aktuellen Mietspiegels zeigen, dass der Hennigsdorfer Mietwohnungsmarkt sich seit der letzten Datenerhebung vor zwei Jahren weiter ausdifferenziert und segmentiert hat. Der Abstand zwischen der niedrigsten und der höchsten Durchschnittsmiete ist abermals größer geworden. Über alle Baualtersklassen und Wohnungsgrößen hinweg nennt der aktuelle Mietspiegel Durchschnittsmieten zwischen 5,83 und 14,76 Euro pro Quadratmeter.

Für die Baualters- und Größenklasse „Neubau ab 2012 | ab 40 bis < 60m²" weist der aktuelle Mietspiegel mit einem Plus von 41,5 Prozent wie schon 2024 den deutlichsten Preisanstieg aus. Neu gebaute Wohnungen haben die Durchschnittsmieten in dieser Baualtersklasse weiter steigen lassen.

Die niedrigsten Mieten und geringsten Mietsteigerungen (+3,7 bis 15,4 Prozent) verzeichnet der Mietspiegel für die von der Wohnungsgenossenschaft WGH und der HWB maßgeblich bestimmten Teilmärkte der der zwischen 1950 und 1990 errichteten Wohnungen. Die Durchschnittsmieten dieser Wohnungen bewegen sich zwischen 5,83 und 7,09 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Mietspiegel bietet einen verbindlichen Rahmen und Rechtssicherheit

Das seit 1999 regelmäßig erstellte Zahlenwerk bietet Mieter:innen wie Vermieter:innen einen fundierten und aktuellen Orientierungsrahmen zur Höhe der ortsüblichen Mietpreise (Kaltmieten) in Hennigsdorf. Mieter:innen können auf Grundlage des Mietspiegels die Angemessenheit von Miethöhe oder Mieterhöhungsverlangen überprüfen. Vermieter:innen können bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete auf die Daten des Mietspiegels zurückgreifen.

Der aktuelle Mietspiegel wurde – wie alle vorherigen auch – nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt und von der Stadt Hennigsdorf sowie den beiden am Arbeitskreis beteiligten Interessenvertretungen der Mieter und Vermieter anerkannt und gilt somit als „qualifizierter Mietspiegel“.

„Ein qualifizierter Mietspiegel bietet allen Seiten einen verbindlichen Rahmen und Rechtssicherheit“, betont HWB-Mitarbeiter Jörg Ramb. „Mit diesem Instrument lassen sich Unstimmigkeiten über die Höhe der ortsüblichen Miete in der Regel einvernehmlich – ohne juristische Auseinandersetzungen – klären.“

Die HWB orientiere sich bei der Anpassung von Bestandsmieten grundsätzlich am Mietspiegel, erklärt Jörg Ramb. „So können wir eine gewisse Kostengerechtigkeit zwischen Neu- und Bestandsmietern herstellen.“

Vergleich Mietspiegel 2024 und 2026

Der Mietspiegel für Hennigsdorf wurde im Auftrag der Stadt durch einen Arbeitskreis unter Leitung der Stadtverwaltung mit Hilfe eines externen Beraters und durch einen Arbeitskreis erstellt.

An dem Arbeitskreis wirkten mit:

  • der Stadtverwaltung, FB Bürgerdienste,
  • der Mietervereinigung Nord/Land Brandenburg e.V.,
  • dem Haus- und Grundeigentümerverein Oranienburg e.V.,
  • der HWB Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft mbH,
  • der Wohnungsgenossenschaft „Einheit“ Hennigsdorf eG,
  • SG Berliner Immobilienhandel GmbH
  • Dr. Michael Clar als externer Berater und Mietspiegelersteller

Die Daten des Mietspiegels beruhen auf einer von der Stadt Hennigsdorf (FB Bürgerdienste), im Januar und Februar 2026 (mit dem Stichtag 1. Januar 2026) bei Mietern und Vermietern durchgeführten empirischen Repräsentativerhebung von insgesamt 2.035 Wohnungsmieten.

Mietspiegel 2026 (Serviceportal der Stadt Hennigsdorf)