Hennigsdorf ehrt seine Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2024

Hennigsdorfer Champions 2024. Steffen Sparwasser, Gabriele Kreikenbohm, Michaela Kreyenfeld, Susanne Herzog, Ina Pschyrembel, Harry Kinski (v.l.n.r.). Sportlerin des Jahres Feenja Herrmann konnte nicht persönlich an der Auszeichnungsveranstaltung teilnehmen.

Hennigsdorf, 17. Januar 2025. Auf einem Empfang des Stadtsportverbandes am gestrigen Abend wurden die Hennigsdorfer Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2024 geehrt. Preise gingen an Steffen Sparwasser für seine Arbeit als Trainer der A-Jugend-Fußballer der Spielgemeinschaft FC 98 Hennigsdorf/Eintracht Bötzow und an das Frauenlaufteam der Altersklasse W50/55 des SV Stahl Hennigsdorf. Die vier Läuferinnen konnten sich über 4 x 200 Meter für die Deutschen Masters Meisterschaften 2024 qualifizieren und haben dort die Bronzemedaille gewonnen.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Bogenschütze Harry Kinski, der im vergangenen Jahr nicht nur Landesmeister wurde, sondern auch einen neuen Landesrekord in seiner Altersklasse aufstellte. Sportlerin des Jahres wurde wie schon 2023 Feenja Magdalena Hermann vom 1. Hennigsdorfer Ringerverein. Die 16-jährige Nachwuchsringerin erkämpfte sich im vergangenen Jahr bei den U 17-Europameisterschaften die Bronzemedaille und sicherte sich damit die Teilnahme an ihrer ersten Weltmeisterschaft, bei der sie Siebte wurde.

Mit der vom Hennigsdorfer Stadtsportverband e. V. und der Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft mbH ausgerichteten Sportlerwahl werden seit 2013 Hennigsdorfer Sportler:innen und Mannschaften für herausragende sportliche Leistungen sowie besonders engagierte Trainer:innen und Vereinsfunktionär:innen geehrt.

Für die Wahl 2024 hatten sechs Vereine insgesamt elf Sportlerinnen, Sportler, Mannschaften und Trainer:innen nominiert.

Die HWB – Partner und Sponsor der Sportlerwahl – überreichte den drei Einzelsieger:innen jeweils 200 Euro Preisgeld. Die Mannschaft des Jahres konnte sich über 300 Euro vom Stadtsportverband freuen.

Hennigsdorfer Champions 2024. Steffen Sparwasser, Gabriele Kreikenbohm, Michaela Kreyenfeld, Susanne Herzog, Ina Pschyrembel, Harry Kinski (v.l.n.r.). Sportlerin des Jahres Feenja Herrmann konnte nicht persönlich an der Auszeichnungsveranstaltung teilnehmen.

Nominierungen für die Sportlerwahl 2024

Sportlerin des Jahres

  • Feenja Magdalena Hermann | 1. Hennigsdorfer Ringerverein e. V.
  • Silke Schulze | Ruderclub Oberhavel Hennigsdorf e. V.

Sportler des Jahres

  • Harry Kinski | 1. BSV Hennigsdorf e. V.
  • Miro Kühl | 1. Hennigsdorfer Ringerverein e. V.

Mannschaft des Jahres

  • Frauenmannschaft W50/55 | SV Stahl Hennigsdorf V. / Abteilung Leichtathletik
    (Susanne Herzog, Ina Pschyrembel, Michaela Kreyenfeld, Gabriele Kreikenbohm)
  • Team der ehrenamtlichen Schwimmausbilder | DLRG OG Hennigsdorf V.

 Trainer:in des Jahres

  • Steffen Sparwasser | FC 98 Hennigsdorf e. V.
  • Hans-Joachim Riss | 1. BSV Hennigsdorf e. V.
  • Michael Martinek | 1. Hennigsdorfer Ringerverein e. V.
  • Celestine Meschke | DLRG OG Hennigsdorf e. V.
  • Kay Meißner | DLRG OG Hennigsdorf e. V.

Nominierungen für die Sportlerwahl 2024

Sportlerin des Jahres

  • Feenja Magdalena Hermann | 1. Hennigsdorfer Ringerverein e. V.
  • Silke Schulze | Ruderclub Oberhavel Hennigsdorf e. V.

Sportler des Jahres

  • Harry Kinski | 1. BSV Hennigsdorf e. V.
  • Miro Kühl | 1. Hennigsdorfer Ringerverein e. V.

Mannschaft des Jahres

  • Frauenmannschaft W50/55 | SV Stahl Hennigsdorf V. / Abteilung Leichtathletik
    (Susanne Herzog, Ina Pschyrembel, Michaela Kreyenfeld, Gabriele Kreikenbohm)
  • Team der ehrenamtlichen Schwimmausbilder | DLRG OG Hennigsdorf V.

 Trainer:in des Jahres

  • Steffen Sparwasser | FC 98 Hennigsdorf e. V.
  • Hans-Joachim Riss | 1. BSV Hennigsdorf e. V.
  • Michael Martinek | 1. Hennigsdorfer Ringerverein e. V.
  • Celestine Meschke | DLRG OG Hennigsdorf e. V.
  • Kay Meißner | DLRG OG Hennigsdorf e. V.

Sportlerin des Jahres

Feenja Magdalena Hermann  |  1. Hennigsdorfer Ringerverein

Sportlerin des Jahres Feenja Hermann mit ihren Trainern Norman und Bernd  Brennert bei der U 17-Europameisterschaft 2024 in Novi Sad.

Sportlerin des Jahres Feenja Hermann mit ihren Trainern Norman und Bernd  Brennert bei der U 17-Europameisterschaft 2024 in Novi Sad.

2024 war für Feenja das erfolgreichste Jahr ihrer noch jungen Sportlerinnenkarriere. Sie nahm an großen Turnieren auf drei Kontinenten teil.

Nach souveränen Siegen bei den Mitteldeutschen und Deutschen Meisterschaften nominierte der Bundestrainer die zu diesem Zeitpunkt noch 15-jährige Sportschülerin für die U17-Europameisterschaften im serbischen Novi Sad. Konzentriert, aber auch mit der nötigen Lockerheit startete sie in ihr zweites EM-Turnier. In drei ihrer vier Kämpfe ging die Hennigsdorferin als Siegerin von der Matte und sicherte sich damit nicht nur die Bronzemedaille, sondern löste mit ihren überzeugenden Leistungen auch das Ticket für die U17-Weltmeisterschaften in der jordanischen Hauptstadt Amman. Und auch bei der WM konnte Feenja Akzente setzen. Nach einem Auftaktsieg hat sie die beiden folgenden Kämpfe jeweils nur knapp verloren und beendete ihre erste Weltmeisterschaft auf dem 7. Platz. Als Anerkennung für die gezeigte Turnierleistung wurde Feenja für das JOURNEYMEN FALL CLASSIC – ein großes internationales Ringerturnier im US-Bundesstaat Pennsylvania – nominiert. Bei diesem Turnier hat Feenja den dritten Platz errungen.

Und auch bei der Wahl der Nachwuchsringerin des Jahres des Deutschen Ringerbundes schaffte Feenja es aufs Podium. Mit 677 Stimmen belegte sie den dritten Platz.

Sportler des Jahres

Harry Kinski | 1. BSV Hennigsdorf e. V.

Sportler des Jahres Harry Kinski, Laudator Jörg Ramb von der HWB (l.) und Ramona Magdanz vom Stadtsportverband.

Harry Kinski vom 1. Bogenschützenverein Hennigsdorf gelingt es immer wieder mit seinem Recurvebogen Pfeile Zentrum der Scheibe zu setzen und so vordere Plätze bei den Kreis-, Landes- und Ostdeutschen Meisterschaften zu belegen. In der letzten Saison erwies er sich einmal mehr als ziel- und treffsicher. Gleich viermal schoss er sich 2024 aufs Siegerpodest: Bei der Hallen-Landesmeisterschaften zu Jahresbeginn in Birkenwerder belegte er den Bronzeplatz. Bei der in Dallgow-Döberitz ausgetragene Kreismeisterschaften Nordwest hat er sich nicht nur den Titel gesichert, sondern mit 631 Ringen auch einen neuen Landesrekord aufgestellt. Auch die Landesmeisterschaften in Glindow konnte er für sich entscheiden und bei der Ende August ebenfalls in Glindow ausgetragenen Ostdeutschen Meisterschaften landete er mit nur einem Ring Rückstand auf dem zweiten Platz.

Sportler des Jahres Harry Kinski, Laudator Jörg Ramb von der HWB (l.) und Ramona Magdanz vom Stadtsportverband.

Mannschaft des Jahres

Laufteam W50/55 des SV Stahl | Susanne Herzog, Michaela Kreyenfeld, Gabriele Kreikenbohm, Ina Pschyrembel

Mannschaft des Jahres: Das Laufteam W50/55 des SV Stahl (Susanne Herzog, Michaela Kreyenfeld, Gabriele Kreikenbohm, Ina Pschyrembel) sowie Ramona Magdanz vom Stadtsportverband (l.) und Laudator Sven Schürer, Vorstandsvorsitzender von Motor Hennigsdorf.

Mannschaft des Jahres: Das Laufteam W50/55 des SV Stahl (Susanne Herzog, Michaela Kreyenfeld, Gabriele Kreikenbohm, Ina Pschyrembel) sowie Ramona Magdanz vom Stadtsportverband (l.) und Laudator Sven Schürer, Vorstandsvorsitzender von Motor Hennigsdorf.

Die Hallen-Landesmeisterschaften 2024 in Potsdam waren für Susanne Herzog, Ina Pschyrembel, Michaela Kreyenfeld und Gabriele Kreikenbohm ein Kampf gegen die Uhr. Die vier Staffelläuferinnen vom SV Stahl verbindet seit Jahren ein gemeinsames Ziel: die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. 2018, 2019 und 2020 verfehlte das Staffelteam die Qualifikationsnorm auf der 4 x 200 Meter Distanz nur um die Winzigkeit von ein, zwei Sekunden. Dann kam die Corona-Zeit und viele Wettkämpfe wurden abgesagt. Bis zu den Hallen-Landesmeisterschaften Anfang 2024 musste die Stahl-Staffel warten, um einen neuen Anlauf nehmen zu können.

Umso größer war die Freude bei den vier Athletinnen und ihrem Trainer, als die Uhr in Potsdam bei 2:23,73 Minuten stehen blieb. 6,27 Sekunden unter der geforderten Norm. Damit war der Weg frei zu den 20. Deutschen Masters Hallenmeisterschaften in Dortmund. Nach mehr als 20 Jahren hatte sich wieder eine Mannschaft des Vereins für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert. In Dortmund konnte sich die Stahl-Staffel dann noch einmal um über vier Sekunden steigern und als Lohn für alle Trainingsmühen die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen.

Trainer des Jahres

Steffen Sparwasser | FC 98 Hennigsdorf e. V.

Trainer des Jahres Steffen Sparwasser, Laudator Steffen Leber (l.) und Ramona Magdanz vom Stadtsportverband.

In den letzten Jahren war es dem FC 98 nicht mehr gelungen, im A-Juniorenbereich eine Mannschaft für den Spielbetrieb aufzustellen. Steffen Sparwasser hat deshalb die Initiative ergriffen. Er konnte den Nachbarverein Eintracht Bötzow für eine Zusammenarbeit und die Idee einer Spielgemeinschaft gewinnen. Viele Gespräche und Überzeugungsarbeit waren aber noch notwendig, um auch die Spieler beider Vereine zu überzeugen, in einer gemeinsamen Mannschaft anzutreten.

Die neu formierte Mannschaft startete unter der sportlichen Leitung von Steffen Sparwasser in die Saison 2023/24 und erreichte auf Anhieb den 2. Platz in der Hauptrunde der Kreisliga und konnte sich so den direkten Aufstieg in die Landesklasse Ost sichern. Im Pokal lief es ebenfalls gut. Erst im Finale musste sich das Team knapp mit 0:1 Fortuna Britz geschlagen geben.

In der aktuellen Spielzeit steht der Aufsteiger zur Winterpause mit 18 Punkten aus neun Spielen auf dem dritten Tabellenplatz.

Der Erfolg der Mannschaft ist dem Trainerteam und insbesondere Steffen Sparwasser als sportlichem Förderer, Motivator und Trainer zu verdanken. Unter seiner Leitung hat ein A-Jugendspieler bereits den Sprung in die 1. Herrenmannschaft in der Landesliga geschafft. Weitere Spieler sind in der Sichtung.

Trainer des Jahres Steffen Sparwasser, Laudator Steffen Leber (l.) und Ramona Magdanz vom Stadtsportverband.