Start in die Honigsaison

Der langjährige HWB-Kooperationspartner und Imker Werner Schachschneider hat auch in diesem Jahr wieder zwei Bienenvölker am Seniorenwohnhaus Berliner Straße aufgestellt. Seit letzter Woche fliegen die Bienen und sammeln mit ihrem sprichwörtlichen Fleiß Pollen und Nektar. Werner Schachschneider und die HWB hoffen auf gut gefüllte Waben. Der geerntete „HWB-Honig“ soll neuen Mieter:innen und Kooperationspartner:innen wieder das Frühstück versüßen.

Werner Schachschneider zeigt Gisela Damm, Mieterin im altersgerechten Wohnen Berliner Straße 24, und HWB-Mitarbeiterin Babette Müller wie reich beladen mit Blütenpollen die Bienen in ihren Stock zurückkehren. Um so eine Menge an Pollen zu sammeln, muss eine Biene etwa 100 Blüten anfliegen.

HWB-Mieterin Gisela Damm berichtet über die Bienenstöcke an ihrem Wohnhaus

Ich freue mich schon auf den Lindenhonig!

Flotte Bienen

Seit fast 5 Jahren bin ich nun HWB-Mieter in der Berliner Straße und habe keinen Tag bereut. Besonders hat es mir unser kleiner Wildpark rund um den Block angetan: Gerade blühen riesige Fliederhecken, neugierige Eichhörnchen konnte ich beobachten, Amseln höre ich zwitschern, sogar Nachtigallen schlagen.

Seit kurzem kam noch eine neue Attraktion dazu. Auf Vorschlag der HWB-Leitung hat der Hobby-Imker Werner Schachschneider – einer von 3.166 eingetragenen Mitgliedern im Landesverband Imker e.V. – Bienenstöcke aufgestellt.

Ehrfürchtig und mit notwendiger Distanz hörten wir – HWB-Chef Schaffranke, seine Sekretärin und ich zu, was uns Herr Schachschneider, ein sehr geschätzter Partner der HWB, erzählte. Besonders interessant fand ich, daß Bienen mit die ältesten domestizierten Haustiere sind. Schon lange vor den alten Römern war der süße Saft bekannt und bewirtschaftet. Bienen holen sich ihren Pollen ausschließlich nur von einer Pflanze. Sinkt das Blütenangebot, sterben die Völker. Mit und ohne Beflug sinken z.B. bei Apfel und Kirsche die Erträge auf 40%.

In Deutschland verbrauchen wir pro Kopf und Jahr 1,1 kg Honig. Davon kommen etwa 20% aus deutscher Produktion. Weitere Honiglieferanten sind u.a. Argentinien und die Ukraine (!).

Vom Bienensterben sieht Herr Schachschneider unser Hennigsdorf nicht betroffen, ist doch unsere Stadt dicht mit Lindenbäumen, die gerade blühen, bewachsen. Weltweit aber ist der Bienenbestand bedroht. So entstand in Bayern die Initiative „Rettet die Bienen“. Der Brandenburger Landtag schloß sich 2019 an und beschloß das Insekten-Schutzgesetz.

Furchtlos ließ sich Herr Schachschneider „bekrabbeln“, öffnete die Bienenstöcke und zeigte uns Details.

Eine gute Idee von der HWB! Und ich freue mich schon auf den Lindenhonig!

Gisela Damm