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„Wir fühlen uns wohl hier“

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Vor fast 55 Jahren ist Familie Dier ins Cohnsche Viertel gezogen - bis heute wohnen sie gern dort

Wenn Eva und Otto Dier auf ihren nagelneuen Balkon treten, haben sie einen Fixpunkt ihrer Vergangenheit vor Augen: die erste eigene Wohnung. Als junges Ehepaar, die Tochter war gerade ein Jahr alt, sind sie im Oktober 1954 schräg gegenüber in die Hirschstraße 22 gezogen. Ein einfacher Handwagen reichte für den Umzug damals völlig aus. „Im ersten Jahr standen nur sechs Stühle im Wohnzimmer", erinnert sich Eva Dier. „Kredit zum Möbelkauf gab es nicht." Schritt für Schritt haben sie es sich in ihrem neuen Heim gemütlich gemacht. Im jetzigen Gardinenladen in der Nauener Straße haben sie ihren ersten Fernseher - Modell „Iris" - erstanden, erinnert sich Otto Dier, als wäre es gestern gewesen. Das besondere der Wohnung war der von einer Pergola überdachte offene Balkon vor dem Wohnzimmerfenster. Im Sommer planschte dort die kleine Tochter in einer Zinkbadewanne. Je nach Materiallage und Verfügbarkeit von Handwerkern hat Otto Dier den Balkon nach und nach in eine Loggia umgebaut. In dem kleinen Garten davor stand eine Hollywoodschaukel und auf alten, schon etwas verblichenen Farbfotos sieht man Rosen üppig blühen.

Die Sanierung ihres Wohngebiets um die Jahrtausendwende haben die Diers nicht miterlebt. 1996, nach 43 Jahren in der Hirschstraße 22, sind sie nach Falkensee zu ihrer Tochter gezogen. „Einen alten Baum soll man aber nicht verpflanzen", sagt Eva Dier. Nach elf Jahren war die Sehnsucht nach Hennigsdorf so groß, dass sie sich wieder nach einer Wohnung in ihrem alten Quartier umgeschaut haben. „Wir hatten wirklich Glück, dass es mit einer Wohnung in der Nauener Straße geklappt hat", freuen sich die Diers auch fast zwei Jahre nach ihrer Rückkehr im September 2007 immer noch. „Wir fühlen uns wohl hier." Trotz der elf Jahre Abwesenheit kennen sie noch viele Nachbarn von damals. „Es ist schön, dass man auf der Straße immer jemanden zum Schwatzen trifft", sagt Otto Dier.

Und dass sie jetzt auch noch einen großen Balkon vorm Schlafzimmer haben, ist gewissermaßen das I-Tüpfelchen. „Ich war überrascht, wie schnell und sauber die Handwerker gearbeitet haben", beschreibt Herr Dier die nicht unerheblichen Bauarbeiten. „Für ältere Leute wie uns, die nicht mehr so mobil sind und soviel rauskommen, ist ein Balkon schon was Schönes", sagt Frau Dier. Ganz besonders freut sie sich schon darauf, im nächsten Frühjahr ihre Balkonkästen bepflanzen zu können.

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