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Von A wie Aubergine bis Z wie Zucchini ...

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Seit Anfang März verkauft der türkische Gemüsehändler Levent Gülcenbay frisches Obst und Gemüse im Ortsteilzentrum Nieder Neuendorf

Sonnengereifte Papaya, darauf schwört Levent Gülcenbay. Die schmecken nicht
nur fantastisch, schwärmt der Gemüsehändler, sie sind auch sehr gesund. Wenn die Schale dieser länglich-ovalen Frucht gelblich-grün und ihr Fleisch hellorange bis rosa ist, dann ist eine Papaya reif. Anders als Bananen brauchen Papayas aber Sonne zum Reifen. Grün geerntete Früchte reifen nicht mehr nach. Deshalb verkauft Levent Gülcenbay auch nur „Flugware“: Papayas, die per Flugzeug aus Brasilien auf die Ladentheke in Nieder Neuendorf kommen. Auch bei Erdbeeren aus Spanien oder Marokko gäbe es erhebliche Qualitätsunterschiede, betont Herr Gülcenbay. Verbraucherschützer finden regelmäßig Früchte mit hohen Pestizid- Belastungen. Um das auszuschließen, verkauft Levent Gülcenbay nur Erdbeeren, die regelmäßig von Lebensmittelchemikern geprüft und für unbedenklich befunden werden. „Die sind zwar etwas teurer“, erklärt er, dafür könne man diese Früchte aber mit ruhigem Gewissen genießen.

Um seinen Kunden solche Ware anbieten zu können, muss ein Gemüsehändler
früh aufstehen. In der Regel beginnt Levent Gülcenbays Arbeitstag lange bevor in Hennigsdorf und Berlin der Morgen erwacht. Wie hunderte andere kleine Händler holt er die frische Ware für den Tag aus dem Großmarkt an der Beusselstraße in Berlin – jeden Morgen ab drei Uhr.

Prinzipiell setzt Levent Gülcenbay mehr auf Qualität denn auf Masse. Mit Erfolg. „Seit 15 Jahren verkaufen wir in Hennigsdorf Obst und Gemüse und aben viele Stammkunden“, erzählt der in Berlin-Kreuzberg lebende Gemüsehändler. Auf der Suche nach einem Standplatz für einen Gemüsewagen kam sein Vater 1991 mehr zufällig nach Hennigsdorf – und blieb.

Vor gut fünf Jahren hat Levent Gülcenbay den Stand auf dem Rosa-Luxemburg-
Platz übernommen. Den Stellplatz müsse er aber bis zum Jahresende räumen,
erzählt er mit Bedauern. Das Grundstück wurde verkauft und ihm der Standplatz gekündigt. „Den Laden hier in Nieder Neuendorf hat mir eine Stammkundin empfohlen“, erzählt Herr Gülcenbay, mit der HWB sei er sich dann schnell einig geworden.

Seit Anfang März bietet er in Nieder Neuendorf sein Obst und Gemüse an und ist mit den ersten Wochen am neuen Standort recht zufrieden. Nein, der Lebensmitteldiscounter nebenan ist keine Konkurrenz, erklärt Herr Gülcenbay. „Ich verkaufe fast nur lose Ware.“ In einer Kühltheke bietet er außerdem mediterrane Feinkost und frische Salate an. In den nächsten Wochen will er sein Feinkost-Sortiment noch erweitern und auch türkisches Fladenbrot und Sesamringe anbieten. Und selbst wer den Laden wieder mit leeren Taschen verlässt, ein freundliches Wort und einen Becher türkischen Tee aus dem Samowar hat Levent Gülcenbay für jeden seiner Kunden.

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