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Steigende Betriebskosten

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Ob eine Wohnung preiswert oder teuer ist, ist längst nicht nur eine Frage der Kaltmiete. Die Nebenkosten – vor allem für Heizung und Warmwasser, Wasser
und Abwasser und die Müllentsorgung – haben sich in den letzten Jahren zum Preistreiber entwickelt.

Dieser Trend setzt sich leider fort: Zum 1. Januar 2005 haben die Stadtwerke den Arbeitspreis für die Versorgung mit Fernwärme um 3,4 Prozent erhöht, der
Abwasserpreis ist um 13,3 Prozent und die Grund- und Mengengebühr der Müllentsorgung sind um 11,7 beziehungsweise 35,5 Prozent gestiegen. Zudem hat der Stromversorger e.dis den Tarif für die Lieferung von Strom für die Hausbeleuchtung und die elektrischen Anlagen in den Wohnhäusern der HWB um vier Prozent erhöht.

„Zumindest die gestiegenen Kosten für die Müllabfuhr lassen sich durch die Sparpotenziale der Müllschleuse kompensieren“, hofft HWB-Geschäftsführer Holger Schaffranke. Konsequente Mülltrennung vorausgesetzt. „Insgesamt müssen unsere Mieter aber leider mit höheren Betriebskosten rechnen“, erklärt
Holger Schaffranke. „Wir werden die Betriebskosten-Vorauszahlung für das laufende Jahr jedoch nicht anheben.“ Das heißt aber, dass die Mieter sich gegebenenfalls auf Nachzahlungen im kommenden Jahr einstellen müssen

Nebenkosten steigen bundesweit
Allein für das Jahr 2004 ermittelte das ifs Städtebauinstitut Berlin eine durchschnittliche Teuerungsrate für die gesamte Bundesrepublik von 2,2 Prozent. Die Wohnnebenkosten stiegen stärker als die allgemeinen Lebenshaltungskosten: Die Inflationsrate betrug im selben Zeitraum nur 1,5 Prozent.

Preistreiber Nummer eins waren die für die Erzeugung von Heizenergie eingesetzten flüssigen Brennstoffe. Heizöl verteuerte sich 2004 gegenüber dem
Vorjahr um 11,9 Prozent. Die Preise für Kohle und Koks stiegen dagegen nur um 0,9 und der für Gas um ein Prozent. Die Strompreise kletterten 2004 im Schnitt um vier Prozent. Seit dem Rückgang im Jahr 2000 um 4,9 Prozent sind die Strompreise Jahr für Jahr überdurchschnittlich gestiegen. Auch bei den Preisen für Trinkwasser und Abwasser registrierte das ifs einen überproportionalen Anstieg um 2,7 beziehungsweise 2,9 Prozent. Die Müllgebühren tiegen im letzten Jahr durchschnittlich um 1,5 Prozent.


In Hennigsdorf stiegen die Preise nicht so stark

Vergleicht man die Preisentwicklung der letzten fünf Jahre, liegen Gas und Strom mit einem Anstieg von 21,4 beziehungsweise 18,7 Prozent an der Spitze der Preistreiber. An dritter Stelle rangieren die Abwassergebühren mit einem Anstieg um 9,1 Prozent vor den Müllabfuhrgebühren mit acht Prozent. Insgesamt haben die Wohnnebenkosten im Zeitraum 2000 bis 2004 durchschnittlich um 7,3 Prozent zugelegt.

Bei den vom ifs ermittelten Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte, die von Region zu Region schwanken können, wie die Vergleichszahlen für Hennigsdorf deutlich machen. Vor allem bei dem Fünf-Jahres-Vergleich liegen die Preissteigerungen in Hennigsdorf insgesamt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

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