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Sicher versickern

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Neue Entwässerungssysteme für Wohnblöcke in Nord

Temporärer Wasserspeicher. Die weißen Vliesbahnen verhindern, dass das Kiesbett mit der Zeit versandet und dann nicht mehr genügend Regenwasser zwischenspeichern kann.

Um eine zuverlässige Dachentwässerung zu gewährleisten, hat die HWB begonnen, für einige Häuser im Wohngebiet Nord sogenannte Rigolen zu bauen. Dafür wird ein Drainagerohr in einem Bett aus grobem Kies in der Erde verlegt. Das Niederschlagswasser vom Dach wird in dieses Rohr geleitet und über kleine Schlitze in der Rohrwand in das Kiesbett abgegeben, um schließlich nach und nach im Erdreich zu versickern.

 

Auch bisher wurde das auf den Dächern anfallende Niederschlagswasser versickert – allerdings in unterirdischen Schächten.

Der Bau der Rigolen wurde notwendig, da die Kapazität der bislang genutzten Versickerungsschächte nicht immer ausreicht. „Bei Starkregen kommt es vor, dass die Schächte überlaufen und Wasser in die Kanalisation läuft. Was eigentlich nicht passieren darf“, beschreibt HWB-Mitarbeiterin Anja Vogel das Problem.

Außerdem kann sich das Wasser in den Abflussrohren, die im Inneren der Häuser verlaufen, bis zum Dach zurück stauen und Wasserschäden in den oberen Etage verursachen, was natürlich verhindert werden soll.

Hinzu komme, dass einige Schächte auf öffentlichem Straßenland liegen, erklärt Anja Vogel. „Als das Wohngebiet gebaut wurde, waren Grundstücksgrenzen kein Thema. Heute sieht das anders aus.“

Die erste Rigole für die Hradeker Straße 10 bis 16 ist bereits fertig. Die nächsten werden an den Häusern Rigaer Straße 20 bis 28 und Reinickendorfer Straße 1 bis 7 gebaut.

Da bei beiden Blöcken die bisher genutzten Versickerungsschächte auf der Straßenseite liegen, müssen auch die Rigolen auf der Straßenseite – parallel zum Bürgersteig – in die Erde versenkt werden. Pro Block kostet das rund 13 000 Euro.

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