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Neuer Mietspiegel für Hennigsdorf: Tendenz uneinheitlich

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Einen einheitlichen Trend gibt es nicht: Auf diesen Nenner lässt sich der neue Hennigsdorfer Mietspiegel wohl am ehesten bringen. Beim direkten Vergleich der Mietspiegelwerte von 2012 und 2014 fallen die Veränderungen je nach Baualter und Wohnungsgröße recht unterschiedlich aus.

 

Im Segment der 60er- bis 80er-Jahre-Wohnungen – sie machen das Gros der Hennigsdorfer Mietwohnungen aus – fällt die durchschnittliche Mietensteigerung gering aus. Mit 2 bis 3 Prozent in zwei Jahren liegt sie noch unterhalb der allgemeinen Teuerungsrate. Eine Ausnahme bilden die preiswertesten Wohnungen am unteren Ende der Mietpreisspanne. In diesem Bereich sind in einzelnen Mietspiegelfeldern Preissteigerungen von knapp 8 bis gut 15 Prozent zu verzeichnen.

 

Diese Preisentwicklung sei aber folgerichtig, meint HWB-Mitarbeiter Jörg Ramb. In einem komplett sanierten Wohnungsbestand wie dem Hennigsdorfer gäbe es bei Ausstattung und Qualität der Wohnungen keine gravierenden Unterschiede mehr, die auf Dauer große Preisspannen rechtfertigen würden.

 

Im Bereich der nach 1990 errichteten Neubauwohnungen sind die Mieten in den letzten zwei Jahren im Schnitt um etwa 5 Prozent gestiegen. Allerdings gibt es in dieser Baualtersklasse erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Mietspiegelfeldern. Für große Wohnungen (> 80 qm) ist die durchschnittliche monatliche Nettokaltmiete innerhalb der letzten zwei Jahre von 5,93 auf 6,63 Euro pro Quadratmeter und damit um knapp 12 Prozent gestiegen. Bei den kleinsten Wohnungen (20 < 40 qm) sind die Nettokaltmieten dagegen im Schnitt um 2,2 Prozent beziehungsweise 13 Cent pro Quadratmeter und Monat gesunken.

 

Der deutliche Preisanstieg bei großen, familiengerechten Neubauwohnungen legt die Vermutung nahe, dass es einen wachsenden Bedarf nach solchen Wohnungen gibt und dass Hennigsdorf dank seiner Berlinnähe und einer familienfreundlichen Infrastruktur zunehmend auch für junge Familien von auswärts in den Fokus rückt.

 

„Trotz deutlicher Preissteigerungen in einigen Segmenten sind wir in Hennigsdorf aber noch weit von Berliner Verhältnisse entfernt“, meint HWB-Mitarbeiter Jörg Ramb. Für das Gros der Hennigsdorfer Wohnungen sind die Nettokaltmieten in den letzten beiden Jahren nur sehr moderat gestiegen. Im HWB-Bestand haben die Mieten im Schnitt sogar nur um 1 Prozent zugelegt.

 

Dr. Michael Clar vom Hamburger Forschungsinstitut F+B, unter dessen Federführung der Mietspiegel erstellt wurde, sieht steigende Mieten als Beleg dafür, dass Hennigsdorf lebt und als Wohnort für Zuzügler an Attraktivität gewinnt. Der Preis dafür ist allerdings, dass es für Menschen mit niedrigem Einkommen und Transferleistungs-Empfänger schwieriger werden wird, eine Wohnung zu finden.

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