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Das Forschungs- und Beratungsinstitut F+B analysierte die Alters- und Sozialstruktur der HWBMieterschaft. Auf Basis der gewonnenen Daten kann die HWB Maßnahmen für einzelne Zielgruppen wie Wohnungsanpassung oder das Angebot zusätzlicher Serviceleistungen effektiver und genauer steuern.

Gut 3000 Wohnungen zählt die HWB zu ihrem Bestand. Wie diese Wohnungen ausgestattet sind, wann sie gebaut oder modernisiert wurden, ist umfassend dokumentiert. Über die Bewohner dieser Wohnungen weiß die HWB dagegen wesentlich weniger. Kaum eine Wohnungsgesellschaft verfügt über aktuelle Daten zu Haushaltsgröße oder Altersstruktur ihrer Mieter.

Mieterstruktur wandelt sich
Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die Altersstruktur der Bewohner eines Wohngebiets ist kontinuierlich in Fluss. Die Menschen werden älter. Familiengrößen verändern sich im Laufe der Jahre. Kinder werden geboren. Kinder wachsen heran und verlassen die elterliche Wohnung, um ihren eigenen Hausstand zu gründen.

Sicherlich kennen die Wohnungsverwalterinnen der HWB, viele Mieterinnen und Mieter persönlich, beim Blick auf das Große und Ganze bleiben aber viele Fragezeichen: Wie viele Personen leben in den Wohnungen? Wie viele von ihnen
sind Kinder, Jugendliche, Rentner? Wie viele leben als Single oder als Familie?
In welchen Häusern wohnen viele Familien mit Kindern? Wo leben besonders viele alte Menschen?

Mit der vom Hamburger Forschungsinstitut F+B vorgelegten Alters- und Sozialstrukturanalyse hat die Wohnungsgesellschaft jetzt ein Instrument, solche
Fragen differenziert nach Wohngebiet, Straße und Hausnummer zu beantworten.
Das Forschungsinstitut hat ermittelt, wie viele Personen zum Stichtag 1. April 2007 in den HWB-Wohnungen leben. Außerdem sind in dieser Statistik Alter, Geschlecht und Nationalität aller Mieter sowie deren Wohndauer erfasst. „Die dafür notwendigen Informationen haben wir von der Hennigsdorfer Meldestelle bezogen“, erklärt F+B-Geschäftsführer Dr. Michael Clar. „Zuvor wurden sämtliche Daten anonymisiert.“

Statistik als Planungshilfe
„Die detaillierten Informationen über unsere Mieterschaft sind für uns eine wichtige Hilfe bei strategischen Entscheidungen“, erläutert HWB-Mitarbeiter Jörg Ramb den Nutzen der Alters- und Sozialstrukturanalyse. Zum Beispiel kann die Wohnungsgesellschaft auf Basis gesicherter Zahlen besser entscheiden, in welchen Wohngebieten aufgrund des hohen Kinderanteils noch Spielplätze benötigt werden oder welche Häuser wegen ihres hohen Anteils älterer Mieter bevorzugt mit Aufzügen nachzurüsten sind.

Darüber hinaus erlaubt die von F+B erstellte Statistik aber auch eine Reihe von grundsätzlichen Aussagen über die Mieterschaft der HWB.

HWB-Mieter sind jünger
So zeigen die Daten, dass HWB-Mieter im Durchschnitt jünger sind als die Hennigsdorfer Gesamtbevölkerung: In der Havelstadt sind knapp 11 Prozent der
Bewohner noch nicht volljährig, bei der HWB liegt deren Anteil bei 15 Prozent. Dagegen fällt der Anteil der Senioren ab 61 Jahre bei der HWB mit knapp 24 Prozent deutlich geringer aus als deren Anteil von 31 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

Nord ist eines der „jüngsten“ Wohngebiete von Hennigsdorf. Gut ein Fünftel aller HWB-Mieter in diesem Quartier ist noch nicht volljährig. Davon wiederum besucht über die Hälfte noch die Grundschule. Auf der anderen Seite der Alterspyramide
steht den Kindern und Jugendlichen ein für die HWB und Hennigsdorf unterdurchschnittlicher Seniorenanteil (ab 61 Jahre) von nicht einmal 20 Prozent gegenüber.

Bei der Betrachtung dieser Zahlen ergeben sich automatisch neue Fragen. Zum Beispiel, ob die bestehenden Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche in Nord ausreichend sind, zumal seit der Schließung des Jugendhauses eine wichtige Freizeitadresse des Wohngebiets verschwunden ist. In diesem Punkt sei aber nicht nur das Sozialmanagement der HWB, sondern vor allem die Kommunalpolitik gefordert, erklärt Dr. Clar.

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