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Hilfe zur Selbständigkeit

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Gemeinsam mit ihren Partnern sucht und erprobt die HWB neue Konzepte, um das Seniorenwohnhaus Rigaer Straße besser den Bedürfnissen seiner immer älter werdenden Bewohner anzupassen.

Viele Mieter der Rigaer Straße 30 sind mit ihrem Haus alt geworden. Mit dem steigenden Alter der Bewohner ändern sich auch die Anforderungen an das Haus, das Umfeld und die Betreuung. „Deshalb freuen wir uns“, sagt Jörg Ramb, Leiter der HWB-Bestandsverwaltung „dass wir den Pflegedienst Medi-Mobil für das Haus gewinnen konnten.“ Seit dem 1. Juli betreibt der Pflegedienst ein Beratungsbüro in der Rigaer Straße. Daneben wird sich weiterhin die PuR für die kulturelle und soziale Betreuung der Senioren engagieren.

Diese beiden Akteure wollen gemeinsam mit der HWB Formen des „Betreuten Wohnens“ für die Rigaer Straße entwickeln und umsetzen. Das Betreuungskonzept sieht so aus, dass den Bewohnern des Hauses eine Mitarbeiterin von Medi-Mobil für Beratung sowie pflegerische und medizinische Leistungen täglich zur Verfügung steht.

Bei bestehenden Pflegestufen finanziert die Pflegekasse die Leistungen. Aber auch ohne Pflegestufe, zum Beispiel bei akuter Krankheit, können die Bewohner
des Hauses Leistungen wie Körperpflege oder Hauswirtschaft beim Pflegedienst
„einkaufen“. „Natürlich kann jeder Bewohner auch weiterhin seinen Pflegedienst des Vertrauens frei wählen“, erklärt Marianne Roch, Geschäftsführerin von Medi-Mobil.

Eine sinnvolle Erweiterung des Betreuungsangebotes wäre nach Meinung von Frau Roch die Einrichtung einer „Nachtwache“ direkt im Haus, die bei Notfällen sofort helfen kann. Da diese Dienstleistung in der Regel nicht von der Pflege- oder Krankenversicherung getragen wird, sondern die Nutzer sie aus der eigenen Tasche bezahlen müssen, will Medi-Mobil zunächst prüfen, ob es unter den Bewohnern Interesse und Bedarf gibt. „Wir möchten aber auch etwas gegen die Vereinsamung im Alter tun“, erklärt Marianne Roch, deshalb plane der Pflegedienst, ein gemeinsames Mittagessen im Klubraum zu organisieren.

„Bei allen Überlegungen für neue Konzepte stehen die Bedürfnisse unserer Mieter prinzipiell im Mittelpunkt“, erklärt Jörg Ramb. Dafür muss man die Bedürfnisse aber möglichst genau kennen. Daher will die HWB noch in diesem Jahr in bewährter Zusammenarbeit mit dem LEW-/AEG-Seniorenklub die Hausbewohner befragen.

Besonderen Handlungsbedarf sieht die HWB für Demenzkranke oder an ähnlichen Leiden erkrankte Senioren. „Für solche Personen wären speziell gestaltete und betreute Wohngruppen im Haus eine Alternative zum Pflegeheim“, umreißt Jörg Ramb die Überlegungen, so könnten die Erkrankten in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und müssten nicht in ein Pflegeheim umziehen. „Zunächst müssen wir aber prüfen, ob das Haus überhaupt für die Schaffung von Wohngruppen geeignet ist“, erklärt Jörg Ramb. Nicht weniger wichtig ist die Frage, ob sich so ein Vorhaben wirtschaftlich trägt und für die Betroffenen finanzierbar ist. Um diese Fragen zu klären, hat die HWB mit dem Kuratorium Deutsche Altenhilfe und Medi-Mobil zwei in diesem Bereich erfahrene Partner gewonnen.

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