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Engagierte Mieter renovieren ihre Treppenhäuser

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Umzüge und Kinderhände haben im Laufe der Jahre deutlich sichtbare Spuren in den Treppenhäusern der Wohnblöcke an der Albert-Schweitzer-Straße hinterlassen. Graffiti und Tags überziehen die Wände nicht nur in den Erdgeschossen. Die HWB ist mit dem Zustand der Treppenhäuser unzufrieden. Kritik kommt auch vonseiten der Bewohner. „Wir brauchen eine nachhaltige Lösung, die langfristig Bestand hat“, erklärt HWB-Mitarbeiter Jörg Ramb. „Niemandem ist geholfen, wenn wir Geld in die Renovierung stecken und die Treppenhäuser nach kurzer Zeit wieder so aussehen wie vorher.“ Dass es auch anders geht, lässt sich in vielen anderen HWB-Häusern besichtigen. Auch 10, 15 oder 20 Jahre nach der letzten Renovierung können sich die meisten Treppenhäuser immer noch sehen lassen. „Das sollte doch auch in der Albert-Schweitzer-Straße möglich sein“, meint nicht nur HWB-Mitarbeiter Jörg Ramb.

 

Auf einer Anwohnerversammlung im letzten Jahr hatten einige Mieter die Idee, dass man die Renovierung in die eigenen Hände nehmen könne. „Wir fanden den Vorschlag super und haben spontan unsere Unterstützung zugesagt“, erklärt Jörg Ramb. „Wenn Bewohner sich für ihr Haus und ihr Wohngebiet engagieren, erhöht das hoffentlich auch den Respekt vor der geleisteten Arbeit und die frisch gemalerten Wände bleiben lange sauber.“

 

Das hoffen auch Michaela Brohm, Manuel Lewerenz und Tilo Heyde. Die drei Mieter und Maleraktivisten haben dem Vorschlag Taten folgen lassen. Unter Anleitung und mit Unterstützung eines gelernten Malers der HWB haben sie die Treppenhäuser der Albert-Schweitzer-Straße 3a und 4a vom Keller bis zur fünften Etage renoviert.

 

Nachdem sie sich auf Gestaltung und Farbgebung geeinigt hatten, ein Termin gefunden war und die HWB Farben und Material besorgt hatte, kamen die Maleraktivisten dank effektiver Arbeitsteilung schneller voran als gedacht. Nach knapp zwei Wochen waren die beiden Treppenhäuser nicht wiederzuerkennen. „Wenn meine Ex-Schwiegereltern das nächste Mal zu Besuch kommen, denken sie bestimmt, dass sie im falschen Haus sind“, lacht Michaela Brohm.

 

„Was die drei hier geleistet haben, verdient unsere Anerkennung“, sagt Jörg Ramb. „Es wäre ein Erfolg, wenn jetzt alle Nachbarn ein bisschen mit darauf achten, dass die frisch gestrichenen Wände lange sauber bleiben.“

Die HWB hofft, dass die Maleraktion wie eine Initialzündung wirkt, und sich noch mehr Mieter vom Engagement der Maleraktivisten ansteckten lassen. Die Unterstützung der HWB ist ihnen sicher.


Arbeitsteilung. Michaela Brohm war den mit Farbrollen und Pinseln ausgerüsteten Männern immer mindestens einen Treppenabsatz voraus. Zwei Dutzend Rollen Malerkrepp hat sie in den beiden Treppenhäusern verklebt und so für saubere und gerade Kanten gesorgt.

 

Arbeitsteilung. An den Kanten und in den Ecken hat Tilo Heyde mit Pinsel und kleiner Rolle gearbeitet.

 

Arbeitsteilung. Manuel Lewerenz hat mit der breiten Rolle die großen Flächen gemalert. 

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