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Einzug ins Torhaus

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Eine Chronologie der letzten Wochen

In den zurückliegenden Wochen ging es rund um die Torhäuser meist recht hektisch zu. Jetzt ist wieder etwas Ruhe eingekehrt. Mit dem Einzug der Mieter und der Fertigstellung der Außenanlagen ist die HWB ein gutes Stück auf ihrem Weg zur Revitalisierung des Cohnschen Viertels voran gekommen.

29. Mai 2002, 11.30 Uhr. In den Torhäusern geben sich die letzten Handwerker und die ersten Mieter die Klinken in die Hand. Frau Mann von der HWB hat den Bewohnern gerade die Schlüssel für ihre neuen Wohnungen ausgehändigt. Jetzt werden die ersten Möbel und Kartons geschleppt. Andere Mieter transportieren erst einmal per Fahrrad die zerbrechlichen Dinge in ihr neues Heim; die schweren folgen am Wochenende per Lkw.

Bei Familie Schleger stehen schon die ersten Möbel im Wohnzimmer: zwei Campingstühle ersetzen die Couchgarnitur bis zum Umzug – dem insgesamt dritten binnen Jahresfrist.

Die 36 Jahre davor hat das Rentnerehepaar in der Fasanenstraße gewohnt. „Als wir das erste Mal von den altersgerechten Wohnungen in den Torhäusern gelesen haben“, erzählt Herr Schleger, „haben wir uns gleich bei der HWB vormerken lassen – man wird ja schließlich nicht jünger.“ Die Liste der Bewerber war aber lang.

Im April 2001 erreichten die Bautrupps dann auch die Fasanenstraße. Die Schlegers haben zum ersten Mal ihre Sachen gepackt und sind für die Sanierungszeit in eine Umsetzwohnung gezogen. „Wir hatten uns gerade wieder in der Fasanenstraße eingerichtet und neue Möbel bestellt“, erzählt Herr Schleger, „da rief uns die HWB an und fragte, ob wir noch immer Interesse an einer Torhaus-Wohnung hätten.“

Ein knappes Jahr später geht Herr Schleger mit einem Zollstock in der Hand etwas ratlos durch die neue Wohnung: Er weiß noch nicht so recht, wie er die Möbel am besten stellen soll, obwohl die neue Wohnung sogar ein paar Quadratmeter größer als die alte ist. „Das findet sich aber schon“, ist Frau Schleger optimistisch, „Wir ziehen ja erst in knapp drei Wochen um.“

3. Juli 2002, 10.30 Uhr. In den zurückliegenden fünf Wochen hat sich in und um die Torhäuser noch einmal viel verändert. Gardinen vor den Fenstern und Balkonkästen mit üppigen Blumen sind sichtbarer Beleg, dass die meisten Mieter sich längst häuslich eingerichtet haben.

Auf der kleinen Brücke, die den schmalen Wasserlauf im Hof der Nauener Straße jetzt schwungvoll überspannt, bauen die „Hot Syncopators“ ihre Instrumente auf. Eine knappe Stunde ist noch Zeit, bis die vier Musiker die Gäste des Mieterfestes mit Swing aus den 20er und 30er Jahren unterhalten werden. Bis dahin wartet auf den HWB-Geschäftsführer Holger Schaffranke aber noch etwas Arbeit – allerdings nicht die unangenehmste. Pünktlich um 11.00 Uhr beginnt die Grundsteinlegung für das neue Seniorenwohnhaus an der Bergstraße. „Dieses Gebäude trägt der demografischen Entwicklung Rechnung“, sagt der Hennigsdorfer Bürgermeister Andreas Schulz in seiner Ansprache vor zahlreichen Gästen. Unter Ihnen auch einige der künftigen Bewohner. Ihnen versprach der HWB-Geschäftsführer, dass sie sich bei Baubegehungen vom guten Fortgang der Arbeiten überzeugen könnten. Heute wolle er aber erst einmal die Gelegenheit nutzen um mit allen Gästen auf das Erreichte mit einem Glas Prosecco anzustoßen.

Unter den Festgästen ist auch Familie Schleger. Der Umzug liegt jetzt knapp drei Wochen hinter ihnen, erzählt Frau Schleger. „Ein paar Kartons stehen aber noch immer unausgepackt in der Garage“. Obwohl ihr Hausrat bei der ganzen Umzieherei im letzten Jahr schon erheblich abgenommen habe. „Ganz fertig sind wir in der Wohnung auch noch nicht“, sagt Herr Schleger. „wir müssen jetzt erst einmal warten, bis unser Waschmaschinenanschluss in Ordnung ist.“

Die Installateure hatten den Zulauf für die Waschmaschine versehentlich an die Heißwasserleitung statt an die für das kalte Wasser angeschlossen. Aufgefallen ist das erst den Schlegers, als ihre Stores den unfreiwilligen Kochwaschgang nicht überstanden. Von solchen Malheurs lässt sich Frau Schleger aber weniger als ihr Mann verdrießen und stößt noch einmal mit ihrer Tischnachbarin an.

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