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Einfache Lösungen gibt es nicht

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Mieter diskutieren beim dritten Stammtisch über die Jugendarbeit

Die, um die es beim dritten „Stammtisch Nord“ ging, waren in der versammelten
Runde leider in der Minderheit. Nur drei Jugendliche waren der Einladung der HWB gefolgt, um im Gemeinschaftshaus Marwitzer Straße mit dem Jugendbeauftragten der Stadt und zwei Sozialarbeitern aus der Offenen Jugendarbeit über die Freizeitangebote für Jugendliche im Quartier Nord zu diskutieren.

In einem einleitenden Statement hat Bernd-Udo Rinas, Jugendbeauftragter der Stadt, das kürzlich im Stadtparlament verabschiedete neue Konzept für die Offene Jugendarbeit, das verstärkt auf den mobilen Einsatz der Sozialarbeiter setzt, erläutert. Danach sollen die bislang in den beiden Jugendhäusern tätigen Sozialarbeiter verstärkt dorthin gehen, wo sich die Cliquen treffen.

Genau in diesen Treffpunkten sahen die anwesenden Mieter die größten Probleme. Mehrfach brachten sie zum Ausdruck, dass sie sich durch Kinder und Jugendliche, die öffentliche Plätze, Grünanlagen oder Spielplätze zu ihren Treffpunkten gemacht haben, gestört und verunsichert fühlen. Vor allem der Lärm bis in die Abendstunden oder zur Mittagsruhe und zurückgelassener Müll erhitzten die Gemüter. Abhilfe verspricht sich ein Teil der Mieter von verstärkter Präsenz des Ordnungsamtes und zusätzlichen Papierkörben und Aschenbechern an den einschlägigen Orten.

Der angekündigte Einsatz mobiler Sozialarbeiter wird keine schnellen Änderungen bewirken. Denn die Offene Jugendarbeit „basiert auf Freiwilligkeit“,
erklärte Bernd-Udo Rinas. Wenn man zu den Jugendlichen eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen will, müsse man ihr Fehlverhalten zunächst akzeptieren, erklärt Karsten Töpfer, Sozialarbeiter im Jugendhaus Nord. Nur wenn es gelinge, gegenseitiges Vertrauen und Akzeptanz aufzubauen, sei es überhaupt möglich, mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Schnelle und einfache Lösungen gibt es jedenfalls nicht.

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