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Der Spielmacher

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Für sein langjähriges Engagement bei Stahl Hennigsdorf und dem FC 98 erhielt
HWB-Mieter Horst Anders den Gemeinwesenpreis 200
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Schwarz-Weiß-Fotos, vergilbte Zeitungsausschnitte, Briefe und Dokumente – in prall gefüllten Ordnern hat Horst Anders die Erinnerungen an mehr als 40 Jahre Vereinsarbeit ordentlich abgeheftet. Die jüngsten Zeitungsartikel sind erst wenige Wochen alt: Bürgermeister Andreas Schulz zeichnet Hennigsdorfer Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement mit dem Gemeinwesenpreis 2008 aus. Neben
Ingrid Kopittke und Karl Schmidt ist HWB-Mieter Horst Anders einer der Geehrten.

Begonnen hat alles 1967 – Horst Anders arbeitet seit einigen Monaten im Stahlwerk – als er zum Sportorganisator des Betriebes ernannt wird. 1977 übernimmt er das Training der jüngsten Fußballer des FC Stahl Hennigsdorf. Das Übungsleiteramt bekleidet er, bis ihm 1994 die Arbeit im Schichtbetrieb nicht mehr genügend Zeit dafür lässt. Seinem Engagement für den Verein tat dies aber genauso wenig Abbruch wie die Umbenennung von Stahl in FC 98.

Heute kümmert sich Horst Anders beim FC 98 um den Ordnerdienst bei den Heimspielen der 1. Mannschaft. Außerdem ist er für den Bereich „Ehrungen und Auszeichnungen“ im Verein verantwortlich. „Für ein funktionierendes Vereinsleben ist es wichtig, dass Jubiläen und Geburtstage der Mitglieder nicht vergessen werden“, meint Horst Anders.

Seinem Organisationstalent ist es auch mit zu verdanken, dass es für die Senioren auf Kreisebene einen Punktspielbetrieb gibt. „Vor acht Jahren sind wir mit sieben Mannschaften gestartet“, erzählt er, heute spielen 15 Teams in zwei Staffeln um den Kreismeister. Bisher steht Horst Anders auch noch regelmäßig mit auf dem Platz. „So langsam will ich den Spielbetrieb aber auslaufen lassen“, sagt der 63-Jährige. An nachrückenden jüngeren Senioren fehlt es nicht.

Viel Zeit und Energie verwendet Horst Anders auf die Pflege einer besonderen Beziehung. Vor 16 Jahren landete der Brief eines Fußballvereins aus der Partnergemeinde Alsdorf auf seinem Tisch. Er nahm sich der Sache an: Am 20. Mai 1994 wurde das erste Freundschaftsspiel zwischen dem SV Alemannia 1916 e.V. Mariadorf und Stahl Hennigsdorf ausgetragen. Aus diesem ersten sportlichen Vergleich entwickelte sich eine feste Partnerschaft mit persönlichen
Freundschaften. „In diesem Jahr fahren wir nach Alsdorf“, erzählt Horst Anders. „Bus und Hotel sind schon organisiert.“

 

Die HWB möchte auch Ingrid Kopittke und Karl Schmidt zu ihrer Ehrung mit dem Gemeinwesenpreis 2008 gratulieren. Mit ihrem Engagement für die Begegungsstätte der Volkssolidarität in der Berliner Straße 24 beziehungsweise den AEG-LEW-Seniorenclub leisten Ingrid Kopittke und Karl Schmidt unschätzbare Arbeit – auch für die HWB und deren Mieter. Herzlichen Dank!

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