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Betriebskosten – Tendenz steigend

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2003 sind die Wohnnebenkosten im Vergleich zum Vorjahr im Bundesdurchschnitt um 1,6 Prozent gestiegen und liegen damit deutlich über der allgemeinen Inflationsrate von 1,0 Prozent, zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des ifs Städtebauinstituts Berlin. Die Nettokalt-Mieten (ohne Betriebskosten) stiegen im gleichen Zeitraum im Schnitt nur um 1,0 Prozent.

Die allgemeine Verteuerung der Wohnnebenkosten macht sich auch in Hennigsdorf bemerkbar. 2003 betrugen die kalten Betriebskosten für die HWB-Mieter durchschnittlich 1,46 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Prozent.

Ursache für diese Kostensteigerung sind einerseits die gestiegenen Gebühren, Abgaben und Preise für einige Betriebskostenpositionen. Mehrausgaben für die
Position Wasser/Abwasser resultieren aus einem gestiegenen Verbrauch der Mieter.


Grundsteuer.
Für einige Gebäude erfolgte eine Neuberechnung der Grundsteuer,
da sich deren Einheitswert nach Sanierung erhöht hat oder weil eine Umstellung von einer Pauschalbesteuerung auf eine Berechnung nach dem Einheitswert erfolgte. Diese Veränderungen sind in der Regel mit einer Steuererhöhung verbunden.

Beleuchtung. Im Jahr 2003 hat der örtliche Energieversorger seinen Grundpreis für die Belieferung mit Strom erhöht, so dass es in den einzelnen HWB-Häusern in Abhängigkeit von der Höhe des Stromverbrauchs für die Außen-, Treppenhaus-, Hausnummern-, Kellergang- und Bodenbeleuchtung
sowie den Betrieb der Umwälzpumpe für die Warmwasserversorgung zu Kostensteigerungen in unterschiedlicher Höhe gekommen ist.

Einen noch größeren Anstieg der Wohnnebenkosten konnte die HWB durch die Reduzierung der Ausgaben für die Garten- und Spielplatzpflege verhindern. Diese Arbeiten werden zum überwiegenden Teil von Grünanlagenfirmen erledigt. Im Bereich Marwitzer Straße und Aktivistensiedlung hat die HWB die Pflegeverträge mit diesen Firmen gekündigt und zwei eigene Mitarbeiter für die Pflege der Anlagen eingesetzt. Von dieser Maßnahme verspricht sich die HWB eine qualitative Verbesserung der Leistungen sowie eine weitere Kostenoptimierung, die in der Betriebskostenabrechnung 2004 noch deutlicher zum Tragen kommen wird.

Der mit Abstand größte Kostentreiber im letzten Jahr waren die Positionen Heizung und Warmwasser. Im Schnitt stiegen die Ausgaben für Wärmeenergie um 22,5 Prozent. Bei gleichem Verbrauch mussten HWB-Mieter im letzten Jahr deutlich mehr für die Wärmeversorgung ihrer Wohnung zahlen. Die durchschnittlichen Kosten für Raumheizung und Warmwasserbereitung kletterten von 0,76 Euro auf 0,93 Euro je Quadratmeter Wohnfläche und Monat. Ursache dafür sind die Tarifanhebungen der Stadtwerke.

Zum 1. Januar 2003 haben die Stadtwerke aufgrund gestiegener Brennstoffpreise den Arbeitspreis für die Fernwärmeversorgung von 44,47 Euro/MWh (brutto) um knapp 24 Prozent auf 55,00 Euro/MWh (brutto) angehoben. Diese deutliche Erhöhung einer Komponente des Fernwärmepreises
macht sich in der Betriebskostenabrechnung für 2003 bemerkbar.

Je nach Modernisierungs- und Ausstattungsgrad der Wohnung, dem individuellen
Wasserverbrauch und Heizverhalten können die Werte von Haushalt zu Haushalt
deutlich variieren. Außerdem ist zu beachten, dass zum Beispiel die Betriebskostenposition „Aufzug“ nur in einem Teil der HWB-Häuser anfällt.

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