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Betriebskosten: Tendenz steigend

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Höhere Preise für Wärmeenergie machen das Wohnen insgesamt teurer

Jeder Mieter kann es in der aktuellen Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2006 nachlesen: Die Ausgaben für Heizung und Warmwasser treiben die Wohnkosten in die Höhe. Im Vergleich zum Abrechnungszeitraum 2005 sind die durchschnittlichen Ausgaben der HWB-Mieter für Wärmeenergie um 13 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat gestiegen.

Die Ursache für diesen deutlichen Kostensprung liegt auf der Hand. Die Stadtwerke Hennigsdorf hatten zum 1. Januar 2006 ihre Preise für die Versorgung mit Fernwärme um rund 22 Prozent angehoben. Gestiegene Preise für Heizöl und Gas hatten diesen Schritt erforderlich gemacht.


Kalte Betriebskosten sind gesunken

Die kalten Betriebskosten sind dagegen wie schon in den Vorjahren wieder leicht gesunken: von 1,40 auf 1,36 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat. Diese Einsparungen können die gestiegenen Ausgaben für Wärmeenergie aber nicht kompensieren. Unterm Strich sind die durchschnittlichen Betriebskosten im letzten Jahr um 9 Cent auf 2,48 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat gestiegen.

Da diese Zahl ein Durchschnittswert ist, können die tatsächlichen Kosten einzelner Haushalte niedriger oder höher ausfallen. Je nach dem wie viel Heizenergie verbraucht oder wie viel Müll entsorgt wurde.

Unterschiede zwischen den Wohngebieten
Aber auch die Gebäude selbst haben Einfluss auf die Wärmeenergiekosten. Im Quartier Albert-Schweitzer-Straße zum Beispiel liegen die Kosten aufgrund einer sehr kompakten Bauform und guter Wärmedämmung im Schnitt nur bei 0,88 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und damit deutlich unter dem HWB-Durchschnitt. Im Wohngebiet Marwitzer Straße, wo die Gebäude aufgrund denkmalpflegerischer Auflagen über keine zusätzliche Wärmedämmung verfügen, liegen diese Kosten dagegen bei 1,22 Euro.

Preise für Wärmeenergie steigen weiter
Zum 1. Januar 2007 haben die Stadtwerke ihre Preise für Wärmeenergie noch einmal um rund 26 Prozent angehoben. Damit ist schon heute absehbar, dass auch im laufenden Jahr die Wohnkosten weiter steigen werden.


Strategien zur Kostenbegrenzung

Viele Mieter reagieren auf diese Entwicklung, indem sie weniger heizen. Dieser Sparmethode sind aber Grenzen gesetzt. Zumal mit sinkender Zimmertemperatur die Gefahr der Schimmelbildung deutlich zunimmt.

Die HWB ist um nachhaltige Lösungen bemüht. Anfang des Jahres hat die Wohnungsgesellschaft in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken in drei Wohnhäusern testweise ein neues System zur Heizungssteuerung installiert. Dieses System soll die Heizungsanlage so steuern, dass immer nur die momentan benötigte Menge an Heizenergie bereitgestellt wird.

Die ersten Zwischenergebnisse stimmen optimistisch. In den Testhäusern verringerte sich der Heizenergieverbrauch um gut zehn Prozent – ohne, dass die Mieter weniger geheizt hätten. Die Entscheidung über den flächendeckenden
Einsatz dieses Systems wird die HWB nach der Auswertung weiterer umfangreicher Testphasen treffen.

Die Stadtwerke selbst haben natürlich auch ein Interesse, die vom Öl- und Gaspreis angetriebene Kostenspirale zu stoppen. In der Konsequenz heißt das, Öl und Gas durch alternative Energieträger zu ersetzen und ein neues Kraftwerk zu errichten.

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