www.wohnen-in-hennigsdorf.de

Besser miteinander wohnen

Ihre Bewertung: Keine

Im interkulturellen Nachbarschaftstreff Albert-Schweitzer-Straße geht die Arbeit mit einer neuen Mitarbeiterin weiter

Der Fortbestand dieses im Land Brandenburg bislang beispiellosen Integrationsprojektes, das sich nicht nur an Migranten oder Spätaussiedler richtet, sondern auch die deutschen Nachbarn einbeziehen möchte, ist für die nähere Zukunft gesichert. Die HWB stellt die bislang genutzte Drei-Raum-Wohnung weiterhin mietfrei zur Verfügung. Die Stadt Hennigsdorf wird im kommenden Jahr die Betriebskosten für die Räumlichkeiten tragen und die PuR gGmbH, Trägerin des Projekts, hat Mitte November Suraya Isaqzai als neue Betreuerin für den Nachbarschaftstreff eingestellt. Für eine zweite, kurzfristig
abgesprungene Mitarbeiterin sucht die PuR noch Ersatz.

Treffmitarbeiterin Suraya Isaqzai wohnt mit ihrem Mann und fünf Kindern selbst in der Albert-Schweitzer-Straße und ist mit den Problemen des Quartiers und dem Leben seiner Bewohner vertraut. Für die Arbeit im Treff, vor allem für die Kinderbetreuung, bringt sie gute Voraussetzungen mit. In ihrer Heimat Afghanistan hat die 36-jährige als Grundschullehrerin gearbeitet – bis sie mit ihrem Mann und den Kindern vor den Taliban fliehen musste. Seit sieben Jahren lebt Familie Isaquzai in Hennigsdorf. „Es ist meine erste Arbeit hier“, erzählt
Suraya Isaqzai nicht ohne Stolz.

Sie kümmert sich in erster Linie um die Kinderbetreuung in den Vormittagsstunden und um die Koordination der verschiedenen Angebote des Nachbarschaftstreffs. So steht zum Beispiel Montag- bis Donnerstagnachmittag
Hausaufgabenhilfe auf dem Programm. Zu dieser Zeit kann man auch an den Computern arbeiten, spielen oder kostenlos im Internet surfen. Dienstags läuft der Deutschkurs, mittwochs gibt es alle 14 Tage den Frauentreff. Jeden dritten Mittwoch im Monat ist Beratungstag und freitags werden Fahrräder repariert.
Eventuell startet im Januar noch ein Englischkurs für Mädchen.

Ziel dieser Angebote ist es, die Integration von Migranten in die Gesellschaft
zu unterstützen und das Zusammenleben aller Mietergruppen, unabhängig von Alter und Herkunft zu fördern. Deshalb steht der Nachbarschaftstreff mit seinen Angeboten grundsätzlich allen Bewohnern des Quartiers offen. „Engagement für ein nachbarschaftliches Miteinander ist für ein Wohngebiet ebenso wichtig wie Investitionen in Wohnungen und Grünanlagen“, begründet Jörg Ramb die Unterstützung des Nachbarschaftstreffs durch die HWB.

Loggen oder registrieren um einen Inhalt zu taggen